Eine bemerkenswerte Rede zu den aktuellen Vorgängen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft hat Georg Schramm anlässlich seiner Auszeichnung mit dem diesjährigen Erich-Fromm-Preis für humanistisches Denken und Handeln gehalten. Georg Schramm ist nach Dieter Hildebrandt wohl der bedeutendste politische Kabarettist in Deutschland. Bei dieser Preisverleihung tritt er zur Abwechslung mal als Privatperson auf, was aber der Brisanz seiner Worte natürlich keinen Abbruch tut – ganz im Gegenteil. Auch zu seiner eigenen Rolle im aktuellen Geschehen gibt der Preisträger erhellende Erläuterungen.
Mit seinen verschiedenen Figuren – vor allem dem nörgelnden Rentner Lothar Dombrowski – nimmt Schramm immer wieder das aktuelle politische und gesellschaftliche Geschehen aufs Korn und versucht auf derart eindringliche Weise, dem ahnungslosen Bürger die Augen zu öffnen, dass einem häufig das Lachen im Halse steckenbleibt. Er gehörte in der Vergangenheit zur Stammbesetzung der Kabarettsendungen »Scheibenwischer« und »Neues aus der Anstalt« und ist darüber hinaus schon auf unzähligen Bühnen mit seinen Soloprogrammen aufgetreten. Das aktuelle Programm trägt den Titel »Meister Yodas Ende«, doch auch die Vorgänger »Thomas Bernhard hätte geschossen« und »Mephistos Faust« haben es in sich. Mit etwas Glück lassen sich auch diese Auftritte im Internet finden – anschauen ist dann Pflicht!






